Carmignac-Anteilssplitt: Und dann passierte es doch ...

Seit Monaten wurde darüber gesprochen, dass Carmignac für seine Flaggschifffonds "Carmignac Patrimoine" (A0DPW0) und "Carmignac Investissement" (A0DP5W) die Anteile im Verhältnis 1:10 splitten würde. Der ursprünglich angesetzt Termin wurde verschoben, weil die Depotbanken mehr Vorbereitungszeit auf dieses "Event" benötigten.

Dass es nun auch nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit teilweise nicht geklappt hat, deckt die Schwächen in der Verarbeitung von Fondsdaten auf. In einem solchen Fall ist es nämlich notwendig, die historischen Kurse an den Kurs des Fonds nach Anteilssplit anzupassen, um zuverlässige historische Betrachtungen vornehmen zu können. Manche Fondsplattform hat jedoch (wie in den Einzelpositionen der Depoteinsicht nachzuvollziehen) die bisherigen Anteile mit dem alten Kurs ausgebucht und die neuen Anteile mit dem neuen Kurs eingebucht. Dies führt dazu, dass mit der neuen Kurslieferung eben alle Kurse auf die nunmehr vom Datenlieferanten gelieferte überarbeitete Kurshistorie zurückgesetzt werden. So kommt es zu einer Verlustdarstellung, die sich nicht in einem gesunkenen Depotstand widerspiegelt.