Eigentum oder Miete?

Soll ich kaufen oder lieber doch nicht? Und wenn ich gekauft habe, habe ich damit womöglich eine falsche Entscheidung getroffen? Fragen wie diese habe ich in der vergangenen Zeit häufig gehört und noch häufiger gelesen. Zahlreiche Journalisten schreiben über einen scheinbaren Trend weg vom Eigentum hin zur Miete. So wie in der Printausgabe des Stern in der vergangenen Woche. In seiner Geschichte "Trautes Heim. Glück. Allein." erzählt der Autor, warum die einstige Traumimmobilie für ihn zur Belastung wurde. Einer meiner ersten Gedanken dazu: Wie kann man diesen Schritt bereuen? Studien belegen, dass 96 Prozent der jungen Menschen in Deutschland von einem eigenen Zuhause träumen. Ein eigenes Zuhause gibt den Menschen Freiheit und Sicherheit. Außerdem: Kann sich eine so große Zahl an Menschen wirklich irren? Ein zweiter Gedanke: Die Geschichten der Journalisten sind nicht falsch. Eigentum muss in das jeweilige Lebenskonzept passen. Herauszufinden, ob es das tut oder nicht, ist zu einem großen Teil auch Ihre Aufgabe, liebe Leser. Denn in einer umfassenden Beratung sollte doch die wichtigste Frage sein: Warum wollen Sie eine Immobilie kaufen? Was bezwecken Sie damit und wo sehen Sie sich in fünf bis zehn Jahren? Verstehen Sie mich richtig - Zinsen, Tilgung und Eigenkapital sind ebenfalls wichtige Faktoren. Aber damit finden wir nicht heraus, ob der Kauf die passende Entscheidung für Ihren Kunden ist oder er es womöglich bereut und stattdessen lieber mieten sollte. Einen interessanten Beitrag zu dem Thema habe ich kürzlich in der FAZ gelesen.

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