Was Fondssparer über die Vorabpauschale 2019 wissen müssen

Frankfurt, 28. November 2018.

Anfang 2019 werden einige Fondsspa-rer auf ihrem Konto eine Abbuchung wegen „Fondsbesteuerung“ vor- finden. Sie sollten sich nicht wundern: Hintergrund für diese Abbu- chung ist die Investmentsteuerreform. Sie trat Anfang 2018 in Kraft und sieht für viele Fonds, die keine oder nur in geringem Umfang Ausschüttungen vornehmen, eine Besteuerung auf Basis einer Pau- schale vor. Bei der sogenannten „Vorabpauschale“ geht das Finanz- amt von einem fiktiven Ertrag aus. Sie wird von der depotführenden Stelle berechnet. Wenn die Erträge über dem Freistellungsauftrag liegen (maximal 801 Euro pro Person), führt sie den Steuerabzug durch, Anleger müssen nichts unternehmen. Liegt sie darunter, erfolgt keine Abbuchung. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ derim BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Der Gesetzgeber will bei Investmentfonds sicherstellen, dass der An- leger einen Mindestbetrag versteuert. Die Vorabpauschale errechnet sich aus der Differenz zwischen dem sogenannten Basisertrag des Fonds und dem ausgeschütteten Betrag. Den Basisertrag für 2018 ermitteln die depotführenden Stellen in Deutschland Anfang 2019. Der Basisertrag entspricht dem Rücknahmepreis des Fondsanteils zu Jahresbeginn 2018 multipliziert mit 70 Prozent eines Basiszinses, den die deutsche Bundesbank jedes Jahr berechnet und veröffentlicht. Die Vorabpauschale kann nur maximal so hoch sein, wie die tatsächliche Wertsteigerung eines Fonds im Kalenderjahr, zuzüglich der Summe der Ausschüttungen. Die depotführende Stelle darf die erforderlichen Beiträge zur Abführung der Steuer auf die Vorabpauschale direkt vom Girokonto oder einem anderen Einlagenkonto des Anlegers einziehen, eine Einwilligung des Anlegers ist dafür nicht erforderlich. Eine Abbu- chung erfolgt wohlgemerkt nur, wenn die Erträge den Freistellungsauf- trag übersteigen.

Sollte das Konto keine Deckung aufweisen, darf die Bank für die Steuer auch den Dispokredit nutzen, sofern der Anleger im Vorfeld nicht schon widersprochen hat. Sobald der Fondssparer den Fondsanteil tatsächlich verkauft, verrechnet die depotführende Stelle die bereits gezahlte Steuer auf die Vorabpauschale mit der bei Ver- kauf fälligen Abgeltungsteuer.

Wichtig für Anleger ist ein in ausreichender Höhe gestellter Freistel- lungsauftrag. Da der Abzug der Steuer auf die Vorabpauschale An- fang 2019 erfolgt, sollten Anleger ihren Freistellungsauftrag am bes- ten noch in diesem Jahr anpassen.

Weitere Informationen zur Vorabpauschale und ihrer Berechnung finden Sie hier.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unterwww.bvi.de/finanzwissen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“ vom BVI.

GUT ZU WISSEN! 10/2018

Traue keiner Statistik?

Börsenstatistiker beobachten das Auf und Ab der Kurse und erhoffen sich daraus Hinweise, wann in Zukunft mit welchen Bewegungen zu rechnen ist. Bekanntlich ist es aber gerade die Ausnahme, die die Regel bestätigt, und so erweisen sich die durchschnittlichen Kursgewinne und -verluste der Vergangenheit oft als schlechte Ratgeber.

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Das Baukindergeld startet am 18.09.2018

Sie haben in diesem Jahr ein eigenes Zuhause für Ihre Familie gekauft oder gebaut und sind schon eingezogen? Oder Sie haben es bald vor? Dann können Sie vom Baukinder­geld profitieren.

Das Baukinder­geld ist ein staatlicher Zuschuss, den Sie nicht zurück­zahlen müssen. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Allein­erziehenden leichter machen, ein eigenes Haus oder eine Eigentums­wohnung zu finanzieren. Pro Kind erhalten Sie 12.000 Euro, ausgezahlt in 10 jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Die Voraussetzungen für Ihre Förderung

  • In Ihrem Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten. 

  • Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind. 

  • Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unter­zeichnet oder die Baugenehmigung erhalten. 

  • Ihr neues Zuhause ist derzeit  Ihre einzige Wohn­immobilie. 

Informieren und ab 18.09.2018 online beantragen

Das Baukindergeld können Sie ab 18.09.2018 unter kfw.de/baukindergeld beantragen. Alle wichtigen Infos vorab finden Sie auf dem KfW- Merkblatt zum Baukindergeld

Wichtig: Rücklage zum Werterhalt einer Immobilie bilden – Lösung: Fondssparen nach Plan

Wenn die Baufinanzierung in trockenen Tüchern ist und die Übergabe der Immobilie erfolgte, heißt es, ihren Wert zu erhalten. Wer hier ausreichend flexibel sein will, sollte eine Instandhaltungsrücklage bilden, um Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen abzudecken.

Mit einer regelmäßigen, monatlichen Spareinlage auf einem separaten Konto sind Immobilienbesitzer am besten für die Unterhaltungskosten von Haus oder Eigentumswohnung gewappnet. Für eine solche Instandhaltungsrücklage gibt es klassisch drei Optionen:

  • Besparung auf ein Sparkonto
  • Abschluss eines Bausparvertrages
  • Fondssparplan

Auf die ersten beiden Varianten schlägt die Niedrigzinsphase durch. Die Zinsen für Spareinlagen oder Tagesgeld sind historisch gering, selbst Bausparverträge erwirtschaften kaum die Abschlussgebühr – und sie sind nur eingeschränkt verfügbar.

Bleibt Alternative drei, der Fondssparplan. Er bietet eine angemessene Rendite bei ständiger Verfügbarkeit. Um einen Fondssparplan und die Funktionsweise unseres Fondsshop zu erläutern, haben wir – passend zur kürzlich beendeten WM – das Modell Fußball gewählt: 

Der Trainer – sprich: der Anleger – bestimmt die grundsätzliche Ausrichtung und Taktik der Mannschaft. Fünf Risikoklassen stehen zur Auswahl, mit denen eine konservative, defensive, ausgewogene, chancenorientierte oder risikofreudige Aufstellung bestimmt wird. 

Die passende Aufstellung leitet sich von der Anlagedauer und der persönlichen Risikoneigung ab. Umso länger der Anlagezeitraum ist, desto eher empfiehlt sich eine chancenorientierte bis risikofreudige Aufstellung der Mannschaft. Bei kurzem Turnierverlauf (= wenige Jahre) sollte der Vermögenserhalt im Vordergrund stehen. Das Team wird besser etwas defensiver aufgestellt. 

Für jede der fünf Aufstellungen haben wir in unserem Fondsshop ein passende Mannschaft aus zehn Einzelspielern (= Fonds) zusammengestellt und Modellportfolio genannt. Die Fonds haben – wie in einer Mannschaft – unterschiedliche Aufgaben. Einige sind für die Abwehrarbeit in fallenden Märkten geeignet, andere sorgen für ein stabiles Mittelfeld, während die Stürmer unter den Fonds Rendite erwirtschaften. Alle orientieren sich jedoch an der persönlichen Ausrichtung und Taktik des Anlegers. Selbstverständlich können diese auch selbst ihr eigenes „Team“ aus mehr als 150 Einzelfonds zusammenstellen und so eine ganz eigene Aufstellung verwirklichen. 

In regelmäßigen Abständen überprüfen wir die Leistung der einzelnen Fonds und informieren den Kunden, wenn eine Auswechslung sinnvoll ist. Und: Wir behalten die Balance innerhalb des Teams im Auge. Der Anleger wird informiert, wenn es geboten ist, besonders starke Fonds zu verkaufen, um Gewinne zu realisieren. Gleichzeitig raten wir, in andere Teammitglieder zu investieren, um die ursprünglich gewählte Aufstellung wieder auf den Platz zu stellen. 

Wie kommen Sie ins Spiel? Neben Einmalanlagen ist ein monatlicher Sparplan ab einer Sparrate von 100 Euro möglich. 

Neben der Instandhaltungsrücklage bietet sich ein Fondssparplan auch für folgende Ziele an:

  • Kindersparpläne
  • private Altersvorsorge
  • allgemeiner Vermögensaufbau

Fragen? Sehr gerne vergleichen wir mit Ihnen die verschiedenen Modellportfolios und freuen uns, Ihre Fragen im Detail zu beantworten.

Team busch asset management